mpd: Konfiguration(I) – Netzwerkadresse, Verzeichnisse und der Standarduser

MPD(engl. für »Music Player Daemon«) ist ein Freier Musikserver für Linux bzw. Unix-Artige Systeme, der unter anderem erlaubt, innerhalb des Netzwerks Playlists zu erstellen, die Musikdateien zu »Taggen«, danach zu suchen, usw.. Einen Musikplayer hierfür, den ncmpcpp, habe ich hier schon vorgestellt.

Hier soll es erst mal um die Standardkonfiguration gehen, sprich Adresse innerhalb des Netzwerks, Ports, Standardverzeichnisse und den entsprechenden User.

MPDs Standardverzeichnisse sind wie folgt(in Debian-Artigen Systemen):

  • Konfiguration: /etc/mpd.conf
  • Basisverzeichnis: /var/lib/mpd/
    • Musik: /var/lib/mpd/music
    • Playlists: /var/lib/mpd/playlists
    • Tag Cache: /var/lib/mpd/tag_cache
    • „Standards“: /var/lib/mpd/state (Hier wird eine Playlist angelegt, die Standardmäßig genutzt werden kann.)

Konfigurieren der Adresse

Der MPD ist normalerweise unter localhost:6600 erreichbar. Dies kann nützlich sein, wenn man ihn nur Lokal nutzen möchte, hindert aber gerne aussenstehende Rechner daran, eine Verbindung aufzubauen(Kommt auf die genutzte Firewall an..). Wenn man den MPD also im ganzen Netzwerk erreichen möchte, sollte man ihm eine Statische IP zuweisen, welche er belegen kann.
Dies wird in der Konfigurationsdatei, /etc/mpd.conf, niedergeschrieben. Ich habe hier Lokal den Adressbereich 10.0.0. reserviert, und nutze deshalb die Adresse 10.0.0.3:

Der Unix-Socket für den MPD wird folgendermaßen niedergelegt:

Wenn wir jetzt also den MPD neustarten, welches wir über „service mpd restart“, oder optional, /etc/init.d/mpd restart, tun können.

Jetzt ist der Daemon schonmal erreichbar. 🙂

User und Verzeichnisse

Vom MPD wird der gleichnamige User, „mpd“, direkt bei der Installation angelegt. Auch dieser wird erst mal vorgegeben, in der Konfiguration. Wenn man diesen also ändern will, kann man das mit der Option „user“ machen.

Nun könnte man einen User anlegen, der *nur* das Recht hat, auf /etc/mpd.conf und /var/lib/mpd zuzugreifen… oder oder oder. 😉

Verzeichnisse

Wie schon zuvor erwähnt, liegen die Dateien des MPD per „default“ in /var/lib/mpd/(music,playlists,tag_cache,state). Auch dies könnte man nun ändern, beispielsweise um die Musiksammlung direkt einzuspielen, ohne den Ort eben dieser zu ändern. In der Konfiguration vom MPD steht hierführ „music_directory“, und für die Playlists „playlist_directory“. Als beispiel dient hier jetzt einfach mal /home/user/Musik:

MPD mal wieder neustarten, und schon ist auch dies erledigt. Glückwunsch! 🙂

Passwort für die Verbindung definieren.

Innerhalb der Konfiguration gibt es einen Abschnitt, der mit „Permissions“(Berechtigungen) betitelt wird. Hier finden sich die Elemente „password@“ und „default_permissions“. Derer wollen wir uns jetzt annehmen.

Beschränkungen: Mit denen können wir bestimmte User, bzw. Passwörter, im Zugriff limitieren. Folgende Beschränkungen gibt es: read,add,control,admin. Jedes einzelne Element sollte für sich selbst sprechen(Read=Lesen, Add=Hinzufügen von Elementen, Control=Pause/Play/Next/Previous, Admin=Tags erneut generieren, Verzeichnisse ändern, Tag-Cache neu laden, Playlists erstellen(Also der „root“ 😉 ).

„password@“: Dies definiert ein Profil für den Zugang. Die Syntax ist folgende: „password@permissions“. Beispiel: „Testpw123@read,add,control,admin“, wobei „Testpw123″(Verständlicherweise) das Passwort ist. So kann man dann auch mehrere Profile anlegen:

Jedes dieser „Profile“ sind nach einem weiteren Neustart des MPDs zugänglich.

„default_permissions“(Standardzugriffsberechtigungen) sind für alle User, die sich ohne Passwort anmelden, gleich. Hier kann man den „Besucher“ definieren, und ihm bestimmte rechte geben, oder entziehen.<neustart /> 😛

Wie’s demnächst weiter geht…

Demnächst wird wohl noch eine »Anleitung« kommen, die ich wohl mit den Themen Playlist(Generieren), Audio Ausgangskonfiguration und Buffern füllen werde. Stay tuned, also 😉

MfG

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