Kubuntu 13.10 wird Mir nicht enthalten

(Kubuntu ist die KDE Version von Ubuntu)
Die für den Oktober 2013 geplante Kubuntu Version 13.04 wird den von Canonical entwickelten »Mir«-Screen-Server nicht unterstützen. Dies stellte der Lead-Developer in seinem Blog-Artikel klar.
Durch die Entwicklung von Mir wurde, wie in den Kommentaren zu dem letzten Beitrag schon erwähnt, die Entwicklung vom X-Server ersatz Wayland rasant voran getrieben, sozusagen aus dem Dornröschen-Schlaf geholt.
Der Entwickler Riddell findet klare Worte für die Eigenentwicklung von Canonical:

It’s a shame the Linux desktop market hasn’t taken off as we all hoped at the turn of the millennium and they feel the need to follow a more Apple or Android style of approach making an OS which works in isolation rather than as part of a community development method.

Riddell will sich auch an die Pläne der KDE-Community halten und ab Version 14.04 LTS Wayland als X-Server ersatz nutzen. Somit wird die Entwicklung von Wayland durch das nun weiterhin existierende Konkurrenzprodukt Mir weiterhin rasant vorangetrieben.

Durch diese Konkurrenz untereinander, muss ich leider zugeben, wirklich viel in der Linux-Welt bewegt. Wayland war bis vor 2-3 Wochen wirklich noch ein Ersatz, welcher Tief und fest schlief. Nun ist er dank Mir wieder da, wie ein mit Ritalin-Getankter Bulle(Übertrieben, i know).

Nun denn, hoffen tue ich auf den „Sieg“ von Wayland, dies scheint mir eher der Ersatz zu sein, welcher sich durchsetzen wird. Debian wird in nicht absehbarer Zeit wohl auch zu einem der Alternativen Umsteigen, da der X-Server immer mehr Sicherheitskritische Bugs hervorruft, besonders in letzter Zeit. Leider hat die Konkurrenz zwischen den beiden o. genannten Ersätze den Nachteil, dass der X-Server die Unterstützung zu verlieren scheint; ist zwar schade, aber ich glaube das dort noch genug Entwickler dabei sind, um etwas zu reißen.

Nachtrag 30.06.2013 um 14:30: Ich muss meine Meinung revidieren. Es scheint, als ob die meisten Medien dass ganze aufgrund von Mir, die „Story“ fehlinterpretieren und sagen, dass Wayland nun weiter sei… Wayland scheint nie in wirklichem Schlaf gewesen zu sein.
Außerdem wurden wohl immer wieder Fanboy-Artikel ins Netz gestellt. Dazu hatte einer der Entwickler von KDE(Martin Gräßling) etwas geschrieben: http://blog.martin-graesslin.com/blog/2013/04/the-history-on-wayland-support-inside-kwin/
Aufgrund dessen dulde ich keine Beleidigungen ihm gegenüber, nur weil er etwas kommentiert(Ich habe diese kommentare gar nicht erst Freigeschaltet, sondern direkt gelöscht). Jemanden als „Arschloch“, „Hurensohn“ oder anderes zu bezeichnen, nur weil er seine Meinung äußert ist recht Assozial. Ich bitte euch, dies zu unterlassen. Konstruktive Kommentare und Meinungen, welche Sachlich und ohne Beleidigung geschrieben wurden sind natürlich weiterhin willkommen.

17 Gedanken zu „Kubuntu 13.10 wird Mir nicht enthalten

  1. Das was Ubuntu mit Mir macht, ist zu begrüssen. Endlich eine Distribution, die alte Zöpfe abnschneidet und in die Zukunft blickt. Wer braucht schon KDE ? Es ist hässlich und unbrauchbar. Anstatt in der 1%-Nerd-Ecke zu bleiben, macht Ubuntu wenigstens den Versuch, etwas neues zu entwicklen und damit seinem OS einen schnellen und standardisierten Unterbau zu geben. All dieses Gejaule aus der X-Server und Wayland-Ecke ist echt nervig und wie kleine KInder, denen man überraschend den Lolli weggenommen hat. X-Server braucht keine Sau mehr heutzutage und Wayland wird ebenfalls eine Totgeburt mit ungewissem Ausgang – vermutlich (Kristallkugel eingschalt) werden irgendwann auch dei KDE-Entwicklererwachsen und werden auf Mir umstellen (wollen/müssen). Oder KDE versinkt in die Bedeutungslosigkeit – mir Banane, da ich eher Gnome bzw. momentan Unity bevorzuge.

  2. > Somit wird die Entwicklung von Wayland durch das nun weiterhin existierende Konkurrenzprodukt Mir weiterhin rasant vorangetrieben.

    Sorry aber das ist absoluter Quatsch. Zumindest KDE's Wayland Anpassung hat nichts mit Mir zu tun. Ich bin aktuell der Hauptentwickler, der daran arbeitet und habe seit Januar das Glück dank BlueSystems in Vollzeit daran arbeiten zu dürfen. Dies hatte ich bereits im Oktober in einem Blogpost angekündigt (http://blog.martin-graesslin.com/blog/2012/10/kwin-hacking/). Wie kann das dann mit Mir zusammenhängen?

    Ich finde es immer wieder enttäuschend lesen zu müssen, dass wir nur wegen Mir jetzt an Wayland arbeiten. Es macht uns reaktionär (initialer Wayland proof-of-concept in KDE ist jetzt auch schon zwei Jahre alt) und lässt uns wie kleine Kinder aussehen, die trotzig sind, weil Canonical ein neues Spielzeug hat.

      1. doch das bestreite ich. Das ist absoluter Quatsch. Wenn man der Logik folgt, müsst e Intel jetzt alle Entwickler von Wayland abziehen und ein Gegenprodukt starten und die Wayland Entwicklung würde dadurch noch schneller.

        Wie sieht denn die Wirklichkeit aus? Ich zum Beispiel hatte mich davor gehütet das "W" Wort irgendwo in meinen Blogposts zu erwähnen. Das letzte was ich wollte war ein Hype. Dadurch wurde es zumindest was KDE angeht aus den Medien rausgehalten. Durch Mir wurde das Thema plötzlich interessant. Ein Beispiel: einer unserer KDE Entwickler hat das W Wort in einem Nebensatz erwähnt und Heise hatte ne Nachricht draus gemacht "KDE will nun auch W unterstützen".

        Ansonsten hatte die FLOSS Welt auf das Wayland 1.0 Release gewartet, welches im 4. Quartal 2012 erfolgte. Das war Voraussetzung, dass die Toolkits Wayland integrieren, was nun in GTK+ und Qt passiert. ELF und Enlightment sind schon komplett fertig portiert (kein Wunder wird ja in Tizen eingesetzt).

        Das mag ja alles aussehen, wie wenn die aktuelle Entwicklung von Mir motiviert wäre, aber das ist die verzehrte Darstellung in Medien und kognitivie Dissonanz von Ubuntu Fanboys – wenn man keinen Vorteil in Mir finden kann, dann kann man ja zumindest noch diesen "aber es hilft Wayland" Vorteil konstruieren. Fakt ist: das meiste ist einfach unglückliches Timing. Hätte ich mich nicht im Dezember umentschlossen zuerst an der Qt5 Portierung zu arbeiten als an der Wayland Portierung, dann hätten wir schon im Januar oder Februar den Stand erreicht, den wir jetzt halt erst im Mai erreichten.

        1. Ich bin kein „Ubuntu-Fanboy“ 😉
          Ich nutze Debian und verteufle eigentlich Ubuntu bis auf die Knochen – Aber sehe trotzdem einen Grund, solche Blogposts zu schreiben.
          Nun, ich möchte dir da nich widersprechen, ich bin da nicht Aktiv dran beteiligt. Aber fakt ist, wie Du schon sagtest: Es sieht jetzt nur so aus.

          Es ist aber erstmal wie es aussieht. Wenn Du deiner Meinung luft machen willst, kannst Du gerne einen Gast-Artikel bekommen, wo Du deinen Standpunkt klar machst und evtl. ein paar Aktuelle Entwicklungen bei euch im „Lager“, erläutern kannst. Dafür schreibe mir einfach eine Mail an leon AT darksider3 PUNKT de.

          Ich werde hier jetzt auch nicht auf diesen Aggressiven Schreibstil eingehen, ich sage dazu nur: Sag was, wenn Du magst, aber wenn Du dass nicht tust, so wird dich keiner Hören.

          Zum ersten Abschnitt sage ich Dir, dass es für außenstehende halt so aussieht. Ich persönliche hatte das so mitbekommen.

          Zum zweiten sag ich dir: Du schreibst nur Kritikpunkte an, was die aktuelle Kompetenz der Medien(Heise) betrifft. Ich verstehe, was Du meinst: Du meinst, dass die Medien gerade Wayland aufgrund von Mir zusehr in den Vordergrund zerren und alles irgendwie Falsch interpretieren. Natürlich informiere ich mich auch über diese Medien, deswegen scheint meine Meinung gerade nicht korrekt zu sein. So bitte ich dich, einfach deine Meinung noch etwas genauer aufzuschreiben und hier zu Posten.

          MfG Leon 🙂

          1. ich war natürlich nicht der Meinung, dass du ein Ubuntu-Fanboy bist. Dann hätte ich das nicht geschrieben. Das Geschreibe der Fanboys klingt anders (siehe z.B. den ersten Kommentar hier zu dem Blogpost – interessant, dass dieser Kommentar ebenfalls den Kleinkinder Vergleich gebracht hat).

            Danke für das Angebot mit dem Gastpost – aber den Post hatte ich bereits geschrieben (http://blog.martin-graesslin.com/blog/2013/04/the-history-on-wayland-support-inside-kwin/ ) als Reaktion auf einen News-Post auf ostatic. Ich will auch nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen, da Canonical mich gerade eh als Sündenbock ausgesucht hat, dass Kubuntu nicht XMir verwendet.

            Na ja, was soll man sagen – es ist halt Schade zu sehen, dass Canonicals Verhalten verherrlicht wird. Sie schaden offensichtlich einem Projekt und die Fanboys machen daraus eine Erfolgsstory. Das ist schon sehr wirklichkeitsverzerrend – und das Ganze ist auch noch erfolgreich, weil selbst Leute, die keine Fanboys sind, es aufgreifen und weiterverbreiten. Schöner Start einer Mythenbildung.

          2. Ich habe dir eine Mail an die Hinterlegte Adresse geschrieben, und danke für deine Antwort.
            (Ich nutze normalerweise die Mail Adressen von den Kommentaren nicht, aber bei einem KDE-Entwickler ist das was anderes…)
            Erster Abschnitt: Gut zu wissen dass ich nicht so rüberkomme – denn das bin ich auch nicht. Außerdem interpretiere ich dass „Das Geschreibe der Fanboys klingt anders “ als Kompliment.

            Dazu möchte ich noch sagen: Falls Du etwas neues über Kubuntu/Mir/Wayland hast, würde ich mich darüber freuen wenn Du mir dies per Mail schicken könntest. Ich habe immer interesse an neuen „Quellen“ 🙂

            Zweiter Abschnitt: Ich möchte niemanden Täuschen. Es ist nunmal so, dass man die eigene Meinung revidieren muss, falls diese nicht den Tatsachen entspricht. Und dazu freue ich mich immer, etwas neues Gelernt/Erfahren zu haben.
            Deinen Blogpost setze ich gleich mal unter den Beitrag. Um damit zu zeigen, dass manche es anders sehen, und ich deren Meinung „adoptiert“ habe. 😉

            Dritter Absatz: Canonical schadet einem Projekt – Richtig so!1!! Canonical ist cool !1!!(/ironie)
            Hiermit möchte ich allen Lesern dieses Blogs mitteilen, dass ich die News falsch aufgegriffen habe. Ich werde dies bald(Montag) in einem weiteren Artikel korrigieren(Und dafür bräuchte ich deine Hilfe ;))

            Danke für das Aufmerksame lesen meiner Kommentare&Des Artikels,
            MFG

  3. Auch von mir eine kleine Korrektur. Riddell schreibt
    > We'll be staying with X on the images for our 13.10 release now in development and the 14.04LTS release next year. After that we hope to switch to Wayland which is what KDE and every other Linux distro hopes to do.

    Kubuntu 14.04 (Die nächste LTS) wird also mit Sicherheit noch X11 benutzen. Erst danach wird auf Wayland gesetzt. Nicht schon ab 14.04. Es würde auch wenig Sinn machen für ein LTS-Release auf eine neue Technologie zu setzen, ohne diese nicht mindestens 1 Release vorher schon einmal gut durchtesten zu können. Da außerdem noch nicht sicher ist ob Plasma Workspaces 5 bis dahin raus ist (Was Vorraussetzung ist, mehr Infos dazu in den entsprechenden Blogposts von planet.kde.org) ist das ganze auch Sinnvoll so.

  4. Deine Polemik ist echt schwer zu verkraften. Warum musst du ausgerechnet auf dem Planeten von uu.de über Ubuntu herziehen, kannst du das nicht für dich privat machen? Oder stehst du drauf, die Wogen noch höher zu schaukeln?

    1. Ich ziehe über nichts her. Wenn Du es nicht verstehst, dass mich die Neurungen dort auch interessieren, so bitte ich dich mal bitte den Artikel ganz zu lesen. Dann wirst Du auch sehen, dass hier in keinster Weise darüber hergezogen wird.

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